



Erasmus+ Projekt: Mobilität für Schulleitungen der BRW 6
Das Erasmus+ Projekt wurde 2023 von Andreas Kranzelmayer, Direktor der Berufsschule für Maschinen-, Fertigungstechnik und Elektronik, eingereicht und läuft bis 2027.
Es umfasst 26 Schulen der Bildungsregion West 6 (BRW 6). Die ersten Finanzmittel für die Mobilitäten in EU-Länder wurden im Juni 2023 bestätigt. Ein vorbereitender Besuch in Berlin fand im Februar 2024 statt, um die Details für die Mobilität zu besprechen.
Herausforderungen und Nutzen
Die Mobilität zielt darauf ab, die Resilienz von Schulleitungen und Lehrkräften zu stärken, insbesondere in Krisensituationen wie der Pandemie. Führen in Ausnahmesituationen erfordert hohe Flexibilität und mentale Stärke. Besonders in Krisenzeiten sind zielgerichtetes Handeln und individuelle Kommunikation mit Schüler*innen entscheidend.
Die Teilnehmenden lernen Strategien kennen, wie andere Schulen in europäischen Großstädten mit diesen Herausforderungen umgehen. Sie nehmen neue Ansätze für den Umgang mit Krisen und digitalen Kommunikationsmitteln auf und integrieren Best-Practice-Elemente in ihre eigene Arbeit. Dies fördert die Resilienz und Weiterentwicklung des Bildungsangebots und kommt etwa 10.000 Schüler*innen sowie den Lehrkräften und Schulleitungen zugute.
Zentrale Fragestellungen:
- Wie gehen Schulen in anderen europäischen Ländern mit Krisen um?
- Welche Ressourcen stehen zur Verfügung, um Lehrkräfte und Schüler*innen zu unterstützen?
- Wie können digitale Kommunikationswege helfen, ohne zusätzlich zu belasten?
Das Projekt unterstützt Schulleitungen und Lehrkräfte dabei, besser auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren und das Lernen unter erschwerten Bedingungen zu verbessern.
Führung im Bildungsbereich: Resilienz und Unterstützung für Schulleitungen und Lehrkräfte
Führungskräfte im Bildungsbereich stehen vor der Herausforderung, Ausnahmesituationen zu meistern und die Resilienz sowohl von sich selbst als auch ihrer Mitarbeiter*innen zu stärken. Ein zentrales Ziel ist „gesundes Führen“, das heißt, sich selbst und das Team in der Balance zwischen beruflichen Anforderungen und persönlichem Wohl zu unterstützen. Dazu gehören klare Strukturen und professionelle Kommunikation sowie die Förderung von Work-Life-Balance.
Wichtige Supportsysteme wie spezialisierte Schulpsychologen, die enge Zusammenarbeit im Team und die Unterstützung durch Sekretariat und Konrektorin helfen, die Schulleitung zu entlasten. Besonders in großen Schulen werden erweiterte Schulleitungsteams (ESL) etabliert, die für zwei Jahre gewählt werden und administrative Aufgaben übernehmen. Dies ermöglicht es der Schulleitung, sich auf pädagogische und strategische Aufgaben zu konzentrieren.
Für weitere Informationen besuchen Sie:
Inklusion und Integration
Inklusion wird in den besuchten Schulen ohne zusätzliche Ressourcen umgesetzt, wobei jedes Kind individuell gefördert wird. Sonderpädagogische Unterstützung erfolgt durch spezifische Fördermaßnahmen, und auch die Nachmittagsbetreuung bietet Raum für spezielle Förderung.
Integration
Für psychisch belastete Kinder gibt es ergänzende Angebote wie Einzelunterricht oder spezielle Fördergruppen. Diese Ansätze zeigen, wie Resilienz, Qualität und Unterstützung im Bildungsbereich zusammenwirken, um Schulleitungen und Lehrkräfte in ihrem täglichen Wirken zu entlasten und zu stärken.
Qualitätsmanagement in der Schule
Die Qualität der Bildung wird durch verschiedene Managementtools gestärkt. Dazu gehören regelmäßige Feedbackmechanismen, die Integration von Lehrer*inneninteressen und die Einbindung von Projekten in den Schulalltag. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Integration von Nachmittagsbetreuung (NTB), die enge Zusammenarbeit mit der Schulleitung erfordert und als wichtige Ressource für die Schulqualität angesehen wird.
Digitale Kommunikation
Digitale Kommunikationswege werden in den Schulen genutzt, jedoch gibt es keine verpflichtende Dienst-E-Mail für Lehrkräfte. Stattdessen haben Schulen eigene Kommunikationsplattformen, und Messenger-Dienste spielen vor allem in Krisenzeiten eine Rolle. Informationen an Eltern werden über Elternvertreter*innen weitergeleitet, die eine zentrale Rolle im Austausch spielen.
